Hoch am Wind: Fraunhofer-Institut setzt auf Dx-Telemetrie

Artikel_IWESDas Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat ich im Rahmen eines Condition Monitoring-Projekts an einer Windkraftanlage für das Dx-Telemetriesystem entschieden. Oliver Schultz, technischer Mitarbeiter des IWES: „Bei der Auswahl hat uns die Dx-Telemetrie durch den geringen Platzbedarf und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.“

Das IWES setzt die Dx für die Messung von Torsion und Biegemoment an der Haupt- und Generatorwelle einer Windkraftanlage ein. Die gewonnenen Daten fließen zusammen mit weiteren Condition Monitoring-Daten sowie meteorologischen Messdaten in einen Pool ein, auf dessen Grundlage das IWES Methoden zur Effizienzsteigerung von Wartungsabläufen entwickelt. Denn bei Windkraftanlagen ist vorausschauende Wartung gefordert, um Kosten zu minimieren und Folgeschäden zu verhindern.

Aufgrund der positiven Erfahrungen in der Pilotanwendung möchte das neu gegründete Anwendungszentrum für Windenergie-Feldmessungen (AWF) unser Telemetrieystem in einem weiteren Projekt einsetzen. Hier spielt das Dx-System eine weitere Stärke aus: Daten von unterschiedlichen Messorten werden zeitsynchron erfasst. Die Dx gewährleistet das durch einen gemeinsamen Takt, der von der Empfangseinheit vorgegeben wird. „Durch die zeitsynchrone Erfassung können wir die Messdaten bestimmten Ereignissen und Betriebszuständen zuordnen“, so Sarah Barber, Gruppenleiterin am AWF.

Eine Sendeeinheit am Rotorblatt erfasst neben dem Biegemoment in zwei Raumrichtungen auch Rotorposition und Blattwinkel. Eine weitere Sendeeinheit an der Hauptwelle misst ebenfalls zwei
Biegemomente sowie zusätzlich das Torsionsmoment. Beide Sendemodule übertragen ihre Daten synchron zum Empfangsmodul in der Gondel, das die Messdaten als CAN-Datenstrom ausgibt.
IWES_Skizze